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Wer pflegt am meisten?

Frauen wechseln häufiger die Zahnbürste

Feuchtigkeitscremes und Gesichtsmasken sind in Deutschland noch eindeutig Frauensache. Aber auch in der Zahnpflege zeigen sich die Unterscheide zwischen Mann und Frau. Frauen sind in der Regel gründlicher und legen mehr Wert auf die Optik der Zähne. Schöne und gesunde Zähne stehen jedoch sowohl bei Männern als auch bei Frauen bei der Beurteilung der Attraktivität eines Menschen auf den ersten Plätzen.

Konsequente Mundhygiene im heimischen Bad und regelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt schaffen die wichtigste Grundlage für saubere und vor allem gesunde Zähne.

Richtig eingefädelt


Einfaches Zähneputzen reicht zumeist nicht aus um die Zähne dauerhaft gesund zu erhalten. Laut einer Umfrage der Initiative proDente e.V. greifen ein Drittel der befragten Männer und Frauen neben der Bürste auch zur Zahnseide um die schwer zugänglichen Zahnzwischenräume zu reinigen. Die Häufigkeit variiert jedoch zwischen den Geschlechtern. Während über 50 Prozent der Frauen die Zahnseide benutzen diese wie empfohlen in Ihre tägliche Zahnpflege einbinden. Über 90 Prozent zumindest mehrmals pro Woche zum Faden greifen, nutzen bei den Männern lediglich 60 Prozent öfter als einmal wöchentlich Zahnseide um die Zwischenräume zu reinigen.

Neue Bürsten kehren gut

Eine Umfrage im Auftrag der Apotheken Umschau fand heraus dass rund 86 Prozent der Frauen ihre Zahnbürste wie empfohlen alle zwei bis drei Monate zu wechseln. Bei den befragten Männern waren es lediglich 76 Prozent. 36 Prozent der Frauen tauschen ihre Zahnbürste sogar einmal im Monat gegen eine neue aus. Bei den Männern sind dies nur 30 Prozent.

"Mann" sollte 5 Minuten morgens und abends investieren

Um die Gesundheit der Zähne zu gewährleisten sollte "Mann" morgens und abends jeweils fünf bis zehn Minuten in die Zahnpflege zu investieren. Laut zahnärztlicher Empfehlung sollte das gründliche Putzen mit Bürste und Zahnpasta mindestens drei Minuten dauern und systematisch alle Zähne abdecken. Wichtig ist eine horizontale Putzbewegung, bei der die Zähne vom Zahnfleisch zur Zahnkrone in einem Winkel von ca 45 Grad zum Zahn gereinigt werden (von rot nach weiß). Erst die Kauflächen, dann die Außen- und zum Schluss die Innenflächen.

Neue Besen kehren gut – das gleiche gilt im übertragenen Sinn auch für die Zahnbürste. Alle zwei bis drei Monate muss eine neue her – egal ob es sich um die Köpfe der elektrischen oder die Handzahnbürste selbst handelt.

Kommen zusätzlich Zahnseide und/oder Interdentalbürstchen für die Zwischenräume zum Einsatz ist die heimische Zahnpflege komplett. Regelmäßige halbjährliche Kontrollbesuche beim Zahnarzt runden das Vorsorgeprogramm für gesunde Zähne ab. Denn egal ob Mann oder Frau nichts ist attraktiver als ein strahlendes Lächeln.

Rote Lippen passen zu strahlenden Zähnen

Bei Frauen steht beim Zahnersatz die Ästhetik im Vordergrund

Schöne und gesunde Zähne stehen sowohl bei Männern als auch bei Frauen in der Beurteilung der Attraktivität eines Menschen auf den ersten Plätzen. Muss für die Zähne Ersatz her, bietet die neue Zahntechnik eine Vielzahl von verschiedenen Materialien, die die Natur in Funktion, Technik und Ästhetik nahezu perfekt nachahmen. Steht laut einer Studie der Deutschen Gesellschaft für Zahnärztliche Prothetik und Werkstoffkunde  (DGZPW) für Männer bei ihren Zähnen und ihrem Zahnersatz vor allem die richtige Funktion im Vordergrund, entscheidet bei Frauen vor allem die Optik, ob Sie sich mit den "neuen" Zähnen wohlfühlen.

Bei Frauen steht der Mund stärker im Mittelpunkt. Auffälliger Lippenstift beispielsweise soll den Blick – vor allem des anderen Geschlechts – auf eben diese Region lenken. Makellose und weiße Zähne stehen  daher bei Frauen als Schönheitsattribut weit oben.

Eine Einstellung, die der Entwicklung von  zahnfarbenem Zahnersatz aus hochwertiger Keramik entgegen kommt. Für Inlays, Onlays und Teilkronen setzt man heute auf die so genannten Silikatkeramiken, die eine exzellente naturnahe Optik bieten. Geht es um Zahnersatz an den Seitenzähnen, die Tag für Tag einen enormen Kaudruck aushalten müssen, kommen besonders feste und dichte Keramikarten zum Einsatz: Aus speziellen Zirkonoxidkeramiken lassen sich Gerüste für Kronen und Brücken fertigen, die dann wiederum mit einer Silikatkeramik verblendet werden.

Was das Wohlbefinden, Lachen, Aussehen und Selbstvertrauen angeht fühlen sich Frauen von ihren Zähnen und ihrem Zahnersatz günstiger beeinflusst als Männer. Das könnte eine mögliche Erklärung dafür sein, dass für Frauen auch der Preis des Zahnersatzes weniger entscheidend ist.

Regelmäßiger Zahnarztbesuch ist aktive Krebsvorsorge

Bundeszahnärztekammer zum Weltkrebstag: Mundschleimhautveränderungen früh erkennen und behandeln

"Regelmäßige zahnärztliche Kontrolluntersuchungen sind ein wichtiger Teil der Krebsvorsorge." Mit dieser Feststellung unterstreicht Dr. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer (BZÄK), anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar die Bedeutung des regelmäßigen Zahnarztbesuches.
Der Zahnarzt ist prädestiniert, Mundschleimhauterkrankungen frühzeitig zu erkennen und für eine fachgerechte Behandlung zu sorgen. Oesterreich: "Auch wenn keine akuten Beschwerden vorliegen oder auch keine Zähne mehr vorhanden sind, ist der halbjährige Kontrollbesuch beim Zahnarzt ein wesentlicher Aspekt der Krebsfrüherkennung, bzw. Krebsvorsorge. Gleichzeitig verfügt der Zahnarzt über die Möglichkeit, gesundheitsschädliches Verhalten oder krebsauslösende Faktoren zu beeinflussen."
Jährlich erkranken in Deutschland 10.000 Menschen an einem Mundhöhlenkarzinom. Das frühzeitige Erkennen ist angesichts dieser Daten und der unverändert schlechten Überlebensraten im besonderen Interesse der Betroffenen. 

Die Bundeszahnärztekammer unterstützt  seit Jahren den weltweiten Kampf gegen den Krebs unter anderem mit einer Kooperation mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg zum Thema "Tabak und Mundgesundheit". Darüber hinaus hat die BZÄK mit der Broschüre "Erkennung oraler Risikoläsionen in der zahnärztlichen Praxis" einen von der Deutschen Krebshilfe herausgegebenen Ratgeber aufgelegt, der Zahnärzte über die komplexe Thematik "Sensibilisieren- Erkennen - Überweisen" informiert.

Die Broschüre kann über die  Deutsche Krebshilfe bezogen oder unter http://www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/Infos/dkratgeber.pdf heruntergeladen werden.