
Bereits seit 18 Jahren findet immer am 25. September der
„Tag der Zahngesundheit“ statt. Bundesweit werden rund um dieses Datum viele kleine und große Veranstaltungen mit dem Ziel durchgeführt, über Zahnerkrankungen und die richtigen Präventionsmaßnahmen aufzuklären. „Gesund beginnt im Mund“, der mittlerweile bewährte Slogan des „Aktionskreis Tag der Zahngesundheit“ wird jedes Jahr um ein aktuelles Motto ergänzt, welches den Schwerpunkt der Aktionen und auch die besonders anzusprechende Zielgruppe bestimmt.
„Gesund beginnt im Mund - krank sein oftmals auch"
Im vergangenen Jahr stand das Wechselverhältnis von chronischen Erkrankungen und Mundgesundheit im Zentrum der Aktionspalette. Schlechte Zahngesundheit nimmt Einfluss auf den Allgemeinzustand, beispielsweise kann eine Parodontitis durch die erhöhte Keimbelastung das Herz gefährden, worauf Kardiologen schon seit einiger Zeit immer wieder hinweisen. Umgekehrt wirken sich manche chronische Erkrankungen negativ auf den Zustand von Zähnen und Mund aus, wie etwa Diabetes, der wiederum eine Parodontitis fördern kann. Zu den Themen, an denen der Zusammenhang zwischen Zähnen und Mund auf der einen und dem restlichen Körper auf der anderen Seite besonders deutlich werden, gehört aber auch die Ernährung. Ungesunde Ernährung kann im Extremfall zu Adipositas führen und hierdurch u. a. die Wahrscheinlichkeit erhöhen, an Diabetes mellitus Typ 2 zu erkranken – mit den oben beschriebenen Folgen für die Mundgesundheit. Zahlreichen Erkrankungen kann man vorbeugend begegnen und damit nicht nur seinen Zähnen, sondern dem gesamten Organismus, etwas Gutes tun. Folgerichtig bildete 2009 die gesamte Bevölkerung die Zielgruppe des Tags der Zahngesundheit, denn die Zusammenhänge von Zahngesundheit und Allgemeingesundheit liegen auf der Hand und gehen letztlich jeden etwas an. Denn es reicht nicht, ein strahlendes Lächeln zu besitzen, man sollte auch dafür sorgen, dass man Grund hat, es zu zeigen. Ein guter Allgemeinzustand und gesunde Zähne sind dafür nicht die schlechteste Voraussetzung.
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Prophylaxe/Mundhygiene)
Die Bedeutung des Aktionstages für die Mundhygiene in Deutschland
In den letzten Jahrzehnten ist insbesondere bei jungen Menschen eine ständige Verbesserung der Zahngesundheit festzustellen, ein Erfolg verbesserter Aufklärungs- und Vorbeugemaßnahmen durch Zahnmediziner, Krankenkassen und gerade auch in Schulen. Speziell die Volkskrankheit Karies konnte deutlich zurückgedrängt werden, wenngleich auch hier noch deutliche Verbesserungen möglich sind. Doch Zahngesundheit bedeutet nicht alleine Kariesprophylaxe, das Thema Zahnfäule darf nicht den Blick auf andere Aspekte der Mundgesundheit verstellen. Zwar verbessert sich auch bei den Erwachsenen die Lage und bei vielen Zähnen kann durch konservierende Maßnahmen ein Verlust verhindert werden, trotzdem besteht Handlungsbedarf bezüglich der Zahngesundheit von älteren Menschen. Parodontitis und andere Zahnerkrankungen kommen noch immer zu häufig vor, steigen teilweise sogar an. Dies liegt nicht nur an der höheren Lebenserwartung und dem sich u. a. daraus ergebenden höheren Durchschnittsalter der Zahnarztpatienten. Zu gering sind auch heute noch in der traditionellen Zahnmedizin der Stellenwert und die Vergütung präventiver Maßnahmen bei Erwachsenen. Darüber hinaus darf Zahngesundheit nicht isoliert betrachtet werden, sondern sollte als interdisziplinär begriffen werden. Eine Vernetzung zwischen Zahnärzten und Kieferorthopäden auf der einen Seite und Allgemein- und Fachärzten, Ernährungsberatern und Therapeuten auf der anderen Seite ist zielführend und notwendig. Die ganzheitliche Betrachtung von Zahnerkrankungen und die Wechselwirkungen, die mit dem restlichen Organismus bestehen, sind noch nicht allen Bürgern präsent. Diese und andere Themen wurden und werden am Tag der Zahngesundheit aufgegriffen und Lösungsansätze für die Zukunft vorangetrieben, auch an den spürbaren Erfolgen der vergangenen Jahre hat der jährliche Aktionstag mit Sicherheit seinen Anteil.
… 365 Tage lang „Tag der Zahngesundheit“ und das jedes Jahr
Aktionstage, so begrüßenswert und hilfreich sie mit Sicherheit sind, ersetzen selbstverständlich nicht das eigene Bewusstsein für alltägliche, eigenverantwortliche Mundhygiene und den richtigen Umgang mit eigenen Zähnen und Zahnfleisch sowie dem Gebiss der Kinder.
Einigen leicht zu befolgenden Punkten mit großer Wirkung sollten Sie Ihr besonderes Augenmerk widmen:
Datum der letzten Änderung: 21. Januar 2010, (Matthias Potysch)