Das individuelle Kariesrisiko ist von verschiedenen Faktoren abhängig:
Infektion mit Karies verursachenden Bakterien
Diese Ansteckung erfolgt im Baby- oder Kleinkindalter durch die nächsten Bezugspersonen. Je früher diese Infektion erfolgt, desto nachhaltiger besiedeln die Karies verursachenden Bakterien die Zähne. Sie lassen sich nie mehr völlig ausmerzen, sondern nur noch in ihrer Menge reduzieren.
Häufige Aufnahme von Zucker und kurzkettigen Kohlenhydraten, die schon im Mund zu Zucker abgebaut werden.
Unabhängig davon, ob Zucker in naturbelassener oder industriell hergestellter Form konsumiert wird, bauen die Karies verursachenden Bakterien diese Zucker zu Säuren ab, die eine Demineralisation der Zahnoberfläche bewirken. Je häufiger die Zuckeraufnahme erfolgt und je länger der Zucker im Mund verbleibt (wie bei Bonbons oder Dauerlutschern) oder je intensiver der Zucker auf den Zähnen klebt (wie bei Schokoriegeln oder Bananen) umso verheerender ist die Säurewirkung auf die Zahnoberfläche. Die Zusammensetzung der bakteriellen Plaque steht in direktem Zusammenhang mit den Zuckerkonsumgewohnheiten.
Menge der Plaque
Die Menge der bakteriellen Plaque steht in direkter Beziehung zur Kariesaktivität. Je schlechter und seltener die Zähne gereinigt werden, desto mehr bakterieller Zahnbelag bleibt auf den Zähnen liegen und die darin enthaltenen Bakterien produzieren aus dem Nahrungszucker umso mehr zahnauflösende Säure.
Lesen Sie auch:
Effektive Zahnhygiene ist wichtig, um sich sich gegen Karies zu schützen.
Foto: Claudia Hautumm / pixelio.de
Karies:
Karies: Einleitung
Zahnärzte:
Sie suchen einen Zahnarzt in Ihrer Stadt? Geben Sie einfach den gewünschten Ort in das Suchfeld. Beispiel:
Zahnärzte, die eine professionelle Zahnreinigung (PZR) anbieten.
Weitere Informationen:
Hilfsmittel zur effektiven Zahnpflege
Ungünstige Zahnstellungen behindern die Plaqueentfernung
Die Zahnreinigung ist für den Patienten nicht in allen Bereichen seines Gebisses gleich gut möglich. Die Zahnzwischenräume oder die Vertiefungen in der Kaufläche sind besonders gefährdet, nicht ausreichend gereinigt zu werden. Zahnfehlstellungen, Zahnkippungen durch unversorgte Zahnlücken oder überstehende Ränder von Füllungen oder Kronen erhöhen das Kariesrisiko ebenfalls.
Unzureichende Fluoridzufuhr
Fluoride fördern die Remineralisation entkalkter Zahnbezirke. Fluoride stehen in unterschiedlicher Menge im Trinkwasser und einigen Nahrungsmitteln zur Verfügung. Besonders intensiv ist die Fluoridwirkung durch die Anwendung fluoridhalter Zahnpasten. Haben die Zähne zu wenig Fluoridkontakt, erhöht sich das Risiko, an Karies zu erkranken.
Zu wenig Speichel
Im Speichel sind alle Mineralien gelöst, die zur Remineralisation des Zahnes beitragen. Ist die Speichelmenge reduziert, erhöht sich auch dadurch das Risiko einer Karieserkrankung. Die Speichelmenge kann reduziert sein durch Medikamenteneinnahme, Strahlentherapie oder durch unzureichende Flüssigkeitszufuhr in der heißen Jahreszeit.
Dieser redaktionelle Beitrag wurde freundlicherweise vom MDZ - Medizinischer Beratungsdienst der Zahnärzte zur Verfügung gestellt.
Datum der letzten Änderung: 24.02.2011