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Materialien



Die wesentlichsten Materialien in der Zahnmedizin zur Restauration von Zähnen:

  • Metalle: Gold, Nichtedelmetall NEM, Chrom-Kobalt-Molybdän-Legierung, Titan, Amalgam
  • Kunststoffe: Komposite, Prothesenkunststoffe
  • Keramik: Dentalkeramik, Zirkonoxidkeramik

 

1. Metalle

  • Gold: Nur als Legierung mit Platin, Kupfer, Palladium und weiteren Hilfsmetallen als Dentallegierung für Inlays, Kronen und Brücken einsetzbar. Reines Gold ist zu weich. Goldlegierungen können weiß- oder rotgoldfarben sein. Es gibt ca. 900 Dental-Goldlegierungen am Markt, darunter Hochgoldlegierungen oder auch Sparlegierungen. Es sollten nur Legierungen eines Typs bei einem Menschen Anwendung finden. (Dokumentation des Legierungstyps). Auf viele Goldlegierungen kann Keramik aufgebrannt werden.

  • NEM Nichtedelmetalllegierungen: Kostengünstiger Ersatz für Goldlegierungen, verfeinerte Chrom-Kobalt-Legierung, die noch einige weitere Zusätze enthält, um keramisch verblendet werden zu können.

  • Chrom-Kobalt-Molybdän-Legierung: Edelstahllegierung für die Herstellung von Modellgussprothesen (herausnehmbarer, zumeist klammerverankerter Zahnersatz).

  • Titan: Extrem bioverträglicher Werkstoff, findet seinen überwiegenden Einsatz als Zahnimplantat. Titan als individueller Metallguss für die zahntechnische Herstellung von Kronen etc. ist schwierig zu verarbeiten oder keramisch zu verblenden. Gute Möglichkeit der Cad-Cam-Fräsung von industriell hergestellten Fertigteilen z.B. in der Implantatprothetik.


  • Amalgam: Preisgünstige Silber-Quecksilberverbindung für direkte Zahnfüllungen, silberfarben, kaustabil, Standzeit im Mund ca. 10- 12 Jahre, Problematik der Randaufbiegung, Amalgam trägt zur allgemeinen Quecksilberbelastung bei.



2. Kunststoffe

  • Komposite: Hochwertige Weiterentwicklung von Kunststoff-Zahnfüllmaterial; große Farbpalette und verschiedene Opazitäten für sehr gute Farbanpassung an die Zahnsubstanz; ausgeklügelte Füller aus keramischem Material ermöglichen eine ausreichende Abriebhärte auch im kaukrafttragenden Bereich. Adhäsive Bindung an die Zahnsubstanz und Mehrschichttechnik verhindern Randspaltbildung. Hohe Prozessqualität und hoher Zeitaufwand bei der Verarbeitung erforderlich.
  • Prothesenkunststoffe: Überwiegend auf Polymethylmetacrylatbasis, rosafarben zur Imitation von Zahnfleisch. Aufwändig zu verarbeitende Alternativen beim Auftreten von Allergien sind verfügbar.



3. Keramik

  • Dentalkeramik: In vielen Farben und Opazitäten verfügbar als Verblendkeramik zum Aufbrennen auf Zirkon- oder Metallgerüsten oder als Press- und Schichtkeramik für keramische Inlays/Teilkronen oder Frontzahnkronen. Dentalkeramik ist hart aber spröde und gewinnt ihre Stabilität durch die feste Verankerung mit dem Zahn.
  • Zirkonoxidkeramik: Sehr gut bioverträgliche Hochleistungskeramik; weiß; als Gerüst statt Metall für Kronen und kleinere Brücken einsetzbar. Extrem hart und bruchfest. Zahnersatz auf Zirkonoxidgerüsten weist eine besonders gute Ästhetik auf. Zirkonoxid ermöglicht in gewissem Umfang metallfreie Zahnversorgungen.




Dieser redaktionelle Beitrag wurde freundlicherweise vom MDZ - Medizinischer Beratungsdienst der Zahnärzte zur Verfügung gestellt.

 

Datum der letzten Änderung: 9. April 2009