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Patienteninformationen > Prophylaxe/Mundhygiene

Prophylaxe/Mundhygiene - Themenübersicht



Allgemeines
Den wesentlichen Erkrankungen "Karies = Zahnfäule" und "Parodontitis = Zahnfleischentzündung" soll durch eine gut abgestimmte Prophylaxe vorgebeugt werden. Beide Erkrankungen entstehen durch das Zusammenwirken von krankheitsverursachenden Bakterien und unzureichender Mundhygiene.

Häusliche Zahnpflege

Die wichtigste häusliche Prophylaxemaßnahme ist die regelmäßige gründliche mechanische Reinigung der Zähne mit Bürste, Zahnseide und anderen speziellen Hilfsmitteln.

Fluoridierung

Sowohl zu Hause und in Gruppeneinrichtungen, wie z. B. Kindergärten, als auch regelmäßig beim Zahnarzt werden Fluoridierungsmaßnahmen zur wirkungsvollen Bekämpfung der Kariesentstehung empfohlen.

Fissurenversiegelung

Bei Kindern hat sich in den letzten 15 Jahren die frühzeitige Fissurenversiegelung als wirkungsvoller Kariesschutz etabliert. In der Zahnarztpraxis wird das am meisten kariesgefährdete Kauflächenrelief mit flüssigem Kunststoff verschlossen.

Prophylaxe beim Kind

Die gesetzlichen Krankenkassen engagieren sich für Kinder vom dritten bis zum sechsten Lebensjahr in Frühuntersuchungsprogrammen. Vom sechsten bis 18. Lebensjahr haben Kinder und Jugendliche neben den routinemäßigen Kontrolluntersuchungen Anspruch auf Individualprophylaxe. Diese prophylaktischen Leistungen umfassen Versiegelungen, Zahnpflegeunterweisungen und Fluoridierungen zum Schutz der Zähne.

Professionelle Zahnreinigung
Die individualprophylaktische Betreuung wird im Erwachsenenalter durch die professionelle Zahnreinigung weitergeführt. Dies gilt heute als der wesentliche Schlüssel zum lebenslangen Zahnerhalt. Auch wenn dies momentan keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung ist, gehört die professionelle Zahnreinigung heute unverzichtbar zu einer gesunden und modernen Lebensführung. In manchen Zusatzversicherungen wird deshalb die professionelle Zahnreinigung heute eingebunden.

Schwangerenprophylaxe

Die werdende Mutter sollte sich intensiv von der zahnärztlichen Praxis präventiv betreuen lassen. Jetzt geht es darum, die Keimzahl Karies verursachender Bakterien in der mütterlichen Mundhöhle zu verringern und spätestens jetzt sollten alle offenen Kariesstellen behandelt werden.

 
Dieser redaktionelle Beitrag wurde freundlicherweise vom MDZ / Medizinischer Beratungsdienst der Zahnärzte zur Verfügung gestellt.

 

Datum der letzten Änderung: 11. September 2009